1 Jahr nach der MIO-Ausbildung: Was hat sich getan?

22. Juli 2017

Wie leicht sagt es sich nach einer Ausbildung: „Wir bleiben in Kontakt und treffen uns regelmäßig“. Die TeilnehmerInnen des 1. Durchgangs des Kurses „Zertifizierter Trainer für Mindfulness in Organisationen (MIO)“ haben es vom 15. bis 17. Juli wahr gemacht. „Es ist beeindruckend, welch spannende Kooperationen sich zwischen den TeilnehmerInnen entwickelt haben“, so Esther Narbeshuber, die gemeinsam mit Johannes Narbeshuber die Ausbildung leitet. Zusammenarbeit in Projekten, fachlicher Austausch und sogar gemeinsame Unternehmensgründungen – das alles sind Ergebnisse der gemeinsamen Ausbildung. In entspannter Atmosphäre wurde viel gelacht und so manch tiefes Gespräch geführt. Das Treffen fand in wunderschönem Ambiente in einem Seminarhaus in Lofer statt und gab den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich gegenseitig ihre Projekte vorzustellen, voneinander zu lernen und co-kreativ zu werden.

  • Eines der vorgestellten Projekte ist eine achtsamkeitsbasierte Teamentwicklung auf Basis eines Team-Canvas. Hier wird der gemeinsame „Purpose“, der Teams verbindet, herausgearbeitet und mit Leben gefüllt. Das innovative Instrument des Team Canvas ist dabei Herzstück des Angebots. Es wird bereits im Herbst in einem der führenden Finanzunternehmens Österreichs eingesetzt.
  • Ein weiteres Projekt findet mit wissenschaftlicher Begleitung der Uni Passau in einem IT-Unternehmen statt. Es thematisiert Achtsamkeit in der VUCA-World. VUCA steht für volatility, uncertainty, complexity und ambiguity. Unternehmensorganisationen und Mitarbeiterführung richtet sich an den Variablen Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit aus*. Auch wurde ein achtsamer Spaziergang mit rund 300 MitarbeiterInnen eines Pharma-Unternehmens durch den Englischen Garten organisiert.
  • Das dritte Projekt mit dem Namen MindSchool thematisiert Achtsamkeit in Schulen und wird von der Universität Wien begleitet. Im Zuge der Projektvorstellungen zeigte der Projektleiter einen Film, in dem LehrerInnen und SchülerInnen über ihre Erfahrungen mit der Achtsamkeitspraxis berichteten. MindSchool soll bald auch an Schulen weiterer Bundesländern Österreichs angeboten werden. Für das Jahr 2018 ist eine Erweiterung des Projektes durch ein MindSchool Summer Camp geplant.

 

Der Weg zum inneren Potential

2. Mai 2017

Schon in unserer Kindheit beschäftigt uns oft die Frage, was wir denn einmal werden wollen. Später, wenn wir dann einen Beruf ausüben, „etwas sind“, stellt sich die Frage, ist es das, was wir wirklich sein wollen. Doch die Frage, die wir uns im Leben stellen sollten, lautet: Wer wollen wir sein?

Unabhängig davon, was wir letztendlich tun, wir sollten immer im Hinterkopf behalten, wer wir eigentlich sind. Was sind unsere Stärken, worauf legen wir Wert und was treibt uns an, bestimmte Dinge zu tun?

Es ist hilfreich, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was macht mir Spaß, erfüllt mich mit Freude?
  • Welche Dinge und Tätigkeiten geben mir etwas, machen mich zufrieden, ausgeglichen?
  • Wenn ich im Alter auf mein Leben zurückblicke, als was für ein Mensch sollte ich mein Leben gelebt haben, dass ich mich zufrieden und erfüllt fühle?
  • Wie wichtig ist es mir, meine Arbeit gerne und gut gelaunt zu erledigen?

Die Beantwortung der Fragen kann zu einem roten Faden in unserem Leben werden, dem wir folgen und der uns eine motivierende Orientierung gibt.

Heißt das, dass ich erst meinen Traumjob gefunden haben muss oder zwingend eine äußere Veränderung passieren muss? Nicht unbedingt. Egal, ob Du Deine Arbeit als Pflichterfüllung siehst, als Karriereweg (um die/der Beste zu werden) oder als eine innere Berufung (ich erfülle damit meinen inneren Sinnkompass) – durch die Konzentration auf das Hier und Jetzt und indem wir die oben gestellten Fragen im Bewusstsein halten, haben wir in allen Jobsituationen Zugriff auf unser Potential und unsere Lebendigkeit.

„Was am meisten Liebe und Inspiration in euch weckt, das tut.“ Teresa von Avila

Wenn die Arbeit nur noch stressig ist…

Achtsamkeitstipps, wenn die Belastung im Job zu groß wird

24. April 2017

Es geht vielen Menschen so, dass sie schon lustlos aufwachen und mit negativen Gedanken an die Arbeit den Tag starten. Jeden Morgen dasselbe, der gleiche Weg zur Arbeit und keine Aussicht auf Abwechslung. Man stellt sich immer wieder die Frage, warum man das eigentlich macht. Sinn wird immer bedeutender. Was ist, wenn du in der Arbeit nicht mehr ganz bei der Sache bist? Wenn es dir keinen Spaß mehr macht, du keinen Sinn mehr in der Erledigung deines Jobs siehst? Du einfach nur noch in Erfüllung deiner Pflichten zur Arbeit gehst?

Wie kann uns in einer solchen Situation die Achtsamkeit helfen?

Zunächst einmal ist es von großer Bedeutung, dass wir uns selbst erkennen und uns selber gestehen, welche Schwächen habe ich, welche Stärken, wie gehe ich mit meinen Gefühlen – ob positiv oder negativ – um? Erst wenn wir mit uns selbst ehrlich sind und erkennen, wie wir uns bei der Arbeit verhalten bzw. welchen Bezug wir zu ihr haben (Sind wir kompromissbereit, realistisch, mögen wir unsere Arbeit?), können wir ihr gegenüber eine positive Haltung einnehmen.

Stellen Sie sich die Frage: Trotz aller negativen Dinge, was kann ich an Positivem aus meiner Arbeit herausziehen? Das kann ein nettes Gespräch mit einem Kollegen, der schöne Blick aus dem Fenster oder eine jährlich anstehende Veranstaltung sein.

Ist es Zeit für eine grundlegende Veränderung?

Sollten Sie auf längere Sicht nichts Positives finden und ist Ihre Arbeit vor allem frustrierend, dann sollten Sie über einen Arbeitsplatzwechsel nachdenken.

Beobachten Sie sich in Ihrer Arbeitssituation über einen Zeitraum zwei Monaten unter folgender Fragestellung: Angenommen ich hätte in meinem Job Erfolg in einem Umfeld, das mir rundum zusagt, wie müsste dieses dann aussehen? Tauschen Sie sich mit Freunden oder Kollegen über Möglichkeiten und deren Erfahrungen aus. Dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine offene Perspektive gewonnen haben, ist groß. Sie können dann objektiver entscheiden, ob Sie sich im Rahmen Ihres aktuellen Arbeitsplatzes neu orientieren oder tatsächlich den Schritt zum neuen Job, wenn nicht sogar zur Selbständigkeit wagen, somit in einen Bereich, der Sie wirklich interessiert.

In Anlehnung an Michael Carroll und im Original erschienen im Mindful Magazine.

10-Minuten Meditation bei Konflikten am Arbeitsplatz

  1. April 2017

Wer kennt das nicht? Ein ungutes Gefühl dem Kollegen bzw. Führungskräften gegenüber. Man fühlt sich nicht verstanden, denkt, ungerecht behandelt zu werden und kann nicht wirklich mit dem Gegenüber kommunizieren. Dieses Gefühl kann sich so festsetzen, dass es die eigene Arbeitsleistung beeinträchtigt und zu Stress führt.

Nicht immer verläuft ein wohl überlegtes Gespräch mit der Führungskraft, dem Kollegen oder Mitarbeiter so, wie man es sich vorgestellt hat, und das Ergebnis ist eher frustrierend als förderlich.

Anne, die für ein größeres Projekt zuständig ist, ging es so. Sie bereitete sich gründlich auf ein Gespräch mit ihrer Vorgesetzten vor, um ihren Wunsch nach zwei Tagen Home-Office am Nachmittag vorzubringen. Bei ihrer Argumentation versuchte sie, sowohl ihre eigenen als auch die Bedürfnisse des Arbeitgebers zu berücksichtigen. Trotzdem verlief das Gespräch frustrierend.

Einfach diskutieren reicht nicht – man muss sich auf sein Gegenüber einlassen

Der Argumentationsaufbau im Vorfeld eines solchen Gesprächs kann noch so gut sein, es reicht nicht, wenn man sich nicht auch emotional auf seinen Gesprächspartner einstellt. Kommunikation funktioniert nicht nur auf der verbalen inhaltlichen Ebene, die Beziehungsebene ist ebenso eine Grundvoraussetzung für ein konstruktives Gespräch. Die „Gesprächs-Atmosphäre“ begleitet jede Unterhaltung und kann ebenso wie die Argumente durch Meditation vorbereitet werden.

Emotionale Flexibilität kann man aufbauen.

Zunächst machen Sie sich darüber Gedanken, wie Sie selber denken und mit ihren Mitmenschen umgehen, speziell mit denen, die Ihnen nicht so liegen oder die Ihnen unangenehm sind. Als nächstes versuchen Sie, sich in ihre Lage zu versetzen und Interesse und Mitgefühl für sie aufzubauen. Welche Erfahrungen haben sie gemacht, welche Auswirkungen könnte das auf ihr Verhalten haben?

Hilfreich für den Aufbau der emotionalen Flexibilität ist die Metta-Meditation (Metta – Freundschaft, Freundlichkeit). Hierbei geht es darum, zunächst einmal eine positive Haltung zu sich selbst zu erlangen, die man schließlich an andere Personen richtet und somit zu ihnen eine gute Beziehung aufbaut.

Metta-Meditation bei der Arbeit nutzen

Oftmals schränkt unser einseitiges Bild einer Person unsere Wahrnehmung derart ein, dass wir sie auf jemanden reduzieren, der sie in Wirklichkeit gar nicht ist. Wir sehen nicht die ganze, vollständige Person und arbeiten so gesehen auch nur mit der eingeschränkten Person bzw. mit dem verzerrten Bild des eigentlichen Menschen. Durch die Meditation, durch das Erlangen von Bewusstsein und Mitgefühl, geben wir unserer Einstellung ein breiteres Spektrum und somit uns und auch der Person die Gelegenheit, als Ganzes wahrgenommen zu werden. Eventuell finden sich sogar Gemeinsamkeiten und letztlich ist die Zusammenarbeit einfacher als zuvor.

Dies scheint einem beim Lesen ganz klar zu sein, doch wichtig ist es, es nicht nur verstanden zu haben, sondern es auch regelmäßig in der Praxis zu üben, um es erfolgreich umsetzen zu können.

Dieser Artikel ist in Anlehnung an einen Artikel von Monique Valcour entstanden, der in der Harvard Business Review erschienen ist.

Die Übung dazu finden Sie im Blogeintrag vom Oktober 2016

Matthias Horx über Achtsamkeit: Mehr als ein Hype

28. März 2017

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Zeitschrift Moment by Moment

Das Zukunftsinstitut gibt am Ende jedes Jahres einen „Zukunftsreport“ heraus, der die Trends des darauffolgenden Jahres auslotet Matthias Horx und seine Ehefrau Oona Horx-Strathern, stellen dar, welche Themen die Gesellschaft in der nächsten Zeit beschäftigen und verändern werden. Im „Zukunftsreport“ für das Jahr 2016 hatte Matthias Horx den „Megatrend Achtsamkeit“ benannt. Für ihn ist Achtsamkeit und die Achtsamkeitsmeditation ein Schlüsselbegriff der kommenden Jahre – auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Ursache dafür sieht er u.a. in der Überforderung der Menschen durch die globale Vernetzung / Stressbewältigung und die Überreizung durch digitale Medien. Das „Bindungswesen Mensch“ leidet darunter, dass echter Kontakt immer mehr durch Klicks, Freunde immer mehr durch Facebook-Friends ersetzt werden. Horx schreibt: „Achtsamkeit heißt: In einer überfüllten, überreizten, überkomplexen Welt müssen wir lernen, uns auf neue Weise auf uns selbst zu besinnen.“

In dieser Besinnung und der Erkenntnis, dass wir mit unserem Geist die Welt konstruieren, sieht er eine enorme Sprengkraft. Wenn wir uns durch Achtsamkeit (in die westliche Welt gebracht von Jon Kabat-Zinn) unserer Selbst-Wirksamkeit bewusst werden, dann macht uns das zu freieren Individuen. Die Tatsache, dass Achtsamkeitsmeditation im kürzlich erschienenen „Zukunftsreport 2017“ wieder auftaucht, zeigt, wie groß die Bedeutung ist, die man dem Begriff beimisst. Im aktuellen Report nimmt Horx u.a. auch das Thema Mindful Business genauer unter die Lupe und beschreibt Achtsamkeit als mentale Gegenbewegung zu populistischer Angstkultur. In der Zeitschrift Moment by Moment können Sie das ganze Interview mit Matthias und Oona Horx lesen. http://www.moment-by-moment.de/hefte/leseprobe-oktober-2016/

Sechs Erfolgsfaktoren für die Mindful Organization

23.03.2017

  1. „You go first“: Fangen Sie bei sich selbst an, wenn Sie die Situation an Ihrem Arbeitsplatz umgestalten wollen. Bestimmen Sie Ihren eigenen täglichen Tagesablauf, verwirklichen Sie Ihre eigene Achtsamkeitspraxis.
  2. Eine Achtsamkeitsintervention im Sinne einer Führungskräfteentwicklung kann auf organisationaler Ebene dann wirksam werden, wenn sie von der oberen Führungsebene unterstützt wird.
  3. Zur Einführung sind Initialworkshops hilfreich, um Interesse zu wecken. Wirklich effektiv sind jedoch nur Lernprogramme, die über einen längeren Zeitraum stattfinden.
  4. Die Einrichtung eines Meditation-Raumes (z.B. Konferenzraum zu bestimmten Zeiten o.ä.), um das tägliche Meditationstraining z.B. während der Mittagspause zu ermöglichen, ist förderlich.
  5. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zur gemeinsamen Meditation, bieten Sie feste Termine an, um angeleitete Meditation zu durchzuführen.
  6. Wenn Sie Ihre Meetings mit einer „Mindful Minute“ beginnen (z.B. eine Minute Konzentration auf den Atem), hilft es den Anwesenden, sich mit aller Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Aufgabe zu fokussieren.

Dieser Artikel ist inspiriert von einem Beitrag in der Harvard Business Review und einem Artikel auf www.mindful.org von Megan Reitz and Michael Chaskalson.

Mindful Organization

3. März 2017

Seit einiger Zeit sorgt das wegweisende Buch von Frédéric Laloux – der mit Reinventing Organizations eines der wichtigsten Bücher zum Thema Organisationsentwicklung, Führungskräfteentwicklung und Mitarbeiterführung der letzten zehn Jahre veröffentlich hat –  für Furore. Der von ihm aufgezeigte Ansatz der Selbststeuerung hat viel mit Mindfulness im Organisationskontext zu tun.

Sind wir für die Zukunft gerüstet?

Laloux (und mit ihm auch Forscher wie zum Beispiel Claus Otto Scharmer) stellt die Frage, wie gut wir mit den bisherigen Zusammenarbeitsmodellen in einer sich permanent verändernden Welt gerüstet sind. Da er diese Frage anhand der Analyse der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation kritisch beurteilt, fragt er sich, welche neue Formen der Zusammenarbeit und Führungskräfteentwicklung hierfür geeignet sind und stellt Unternehmen vor, die erste Schritte in diese neue Unternehmensform schon gegangen sind. Die Unternehmungen, die er beschreibt, basieren auf einem ganzheitlichen, menschenfreundlichen Weltbild und sind höchst erfolgreich.

Drei wesentliche Prinzipien: Laloux führt drei große Neuerungen auf, welche Organisationen auszeichnet, die sich auf dieser neuen Entwicklungsstufe eines „lebendigen Organismus“ befinden.

  • Selbstmanagement: Hohe Selbstverantwortung der Mitarbeiter  und in der Führungskräfteentwicklung  und Mitarbeiterführung (bis hin zur Festlegung der eigenen Gehälter), da hierarchische Strukturen und regelmäßige Meetings weitestgehend abgeschafft werden.
  • Betonung von Ganzheit: Als Treiber für all diese Veränderungen hat Laloux in diesen Organisationen einen starken Fokus auf die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter in neuen Rollen-und Verantwortungsbereichen identifiziert. Die Mitarbeiter bringen sich mit all ihren Facetten (ganzheitlich) ein, nicht nur mit einer beruflichen Fassade. Durch die Auflösung von Herrschaftshierarchien können sich Ermöglichungshierarchien entwickeln.
  • Ausrichtung auf einen evolutionären Zweck: Sämtliche Aktivitäten und Entscheidungen im Unternehmen basieren auf einem Unternehmenszweck, der sich daran orientiert, welchen Beitrag das Unternehmen in der heutigen Welt leisten will.

Führungsebene ist der ermöglichende oder limitierende Faktor

Eine wesentliche Erkenntnis, die Laloux aus seinen Forschungen zieht: Die Haltung und Überzeugung des Topmanagements bzw. der Eigentümer sind der entscheidende ermöglichende oder limitierende Faktor, d.h. Veränderungen in die von Laloux vorgeschlagene Richtung sind nur möglich, wenn die oberste Führungsebene diese vorantreibt und trägt.

Quellen: Laloux, Frédéric (2014): Reinventing Organizations.

Ein jüngeres Gehirn durch Achtsamkeitsmeditation

01. März 2017

Forscher der UCLA haben herausgefunden, dass die Gehirne von Meditierenden mit Mitte 50 etwa 7,5 Jahre jünger sind, als die von Nicht-Meditierenden.

Es ist schon lange bekannt, dass im Alter auch die Größe des Gehirns durch Verlust der grauen Hirnsubstanz schrumpft, ein Vorgang, der u.a. das Gedächtnis und die Gefühlsregulierung beeinträchtigt.

Eine Studie der UCLA School of Medicine`s Department of Neurology zeigt, dass Langzeit-Meditierende jüngere Gehirne habe, also durch Meditation der Alterungsprozess des Gehirns gebremst werden kann.

Basierend auf Daten einer früheren Studie wurde nun in der neuen Studie untersucht, ob die Zusammensetzung des Hirns eines 50jährigen, der meditiert, eine andere ist, als die eines Nicht-Meditierenden.

Es wurden Hirnbilder von 50 Meditierenden bzw. 50 Nicht-Meditierenden, jeweils 22 Frauen und 28 Männer, zwischen 24 und 77 Jahren verglichen, wobei die Meditierenden im Schnitt etwa 20 Jahre Erfahrung in der Meditation hatten.

Hält Achtsamkeitsmeditation das Gehirn jung?

Man hat den Hirnalterungs-Index beider Gruppen verglichen und herausgefunden, dass die Gehirne der Langzeit-Meditierenden mit 50 im Schnitt 7,5 Jahre jünger waren und je älter der Teilnehmer, desto entsprechend jünger war das Gehirn.

Die Studie zeigt, dass es einen Unterschied in den Hirnstrukturen zwischen Meditierenden und Nicht-Meditierenden gibt. Sie beantwortet nicht die Frage, wie lange man meditiert haben muss, um den Effekt der Verjüngung des Hirns zu erreichen, oder ob die Änderung der Hirnstruktur in Zusammenhang steht mit kognitiven oder psychosozialen Verhaltensweisen.

Was passiert mit unserem Gehirn, wenn wir meditieren?

Die Gehirne der Meditierenden unterscheiden sich maßgeblich von denen der Nicht-Meditierenden. Ein Grund dafür ist die Fokussierung der Aufmerksamkeit und die damit verbundene Konzentration. Dies kann eine Zunahme und bessere Vernetzung der neuronalen Strukturen bewirken. Ein weiterer Grund könnte sein, dass durch die Achtsamkeitsmeditation Gehirn und Nervensystem entlastet und vor chronischem Stress geschützt werden, also zu einer besseren Stressbewältigung führen kann. Als Folge hiervon können Reduzierung der proinflammatorischen Reaktion, erhöhte Telomeraseaktivität (schützt die Zellstrukturen) und Verringerung altersbedingter Hirnalterung eintreten.

Die Forschung nach Gründen und Wirkungsweise der Meditation und die damit verbundenen verbesserten Stressbewältigung und der  Reduzierung des Alterungsprozesses des Gehirns ist noch lange nicht am Ende. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen jedoch, welche Möglichkeiten die Meditation oder das Achtsamkeitstraining und Achtsamkeitsmeditation bieten, die Belastbarkeit zu steigern und die Gesundheit des Hirns zu fördern.

Inspiriert vom Artikel von Grace Bullock PhD | auf www.mindful.org

Wie wirkt sich Achtsamkeit auf Führungsqualitäten aus?

23. Februar 2017

Megan Reitz und Michael Chaskalson gingen in ihrer Studie zum Thema Führung und Mindfulness folgenden Fragen nach:

  • Kann man durch Achtsamkeitstrainings in der Führungskräfteentwicklung bessere Führungsqualitäten ausbilden?
  • Wenn ja, mit welchen Mechanismen wirkt die Achtsamkeit, z.B. auch In der Mitarbeiterführung?
  • Kann man gezielt Achtsamkeitsprogramme entwickeln, die wirksam sind?

Für ein Mindful Leadership Programm wurden Workshops im Kontext der Führungskräfteentwicklung etabliert, in deren Verlauf diese Fragen beantwortet werden sollten. Es nahmen 57 Führungskräfte in leitenden Positionen teil, die in zwei Gruppen eingeteilt waren. In drei der Workshops trafen die Teilnehmer direkt aufeinander, in einem handelte es sich um ein virtuelles Treffen.

Die Teilnehmer lernten, wie wichtig Achtsamkeit für ihre Führungspraxis und in der Mitarbeiterführung sein kann und wie sie sie für ihre eigene Führungsposition lernen und anwenden können.

Jeweils zwei Führungskräfte arbeiteten in diesem Programm zur Führungskräfteentwicklung zusammen. Sie bekamen tägliche Übungen zur Achtsamkeitsmeditation gestellt, die sie im Verlauf des Workshops zu erledigen hatten. Es wurde beobachtet, inwieweit die Aufgaben befolgt wurden, und ob und wie sich das Verhalten der Führungskräfte, z.B. auch in der Mitarbeiterführung durch die Achtsamkeit veränderte.

Verbessert das Achtsamkeitstraining tatsächlich die Qualität der Führung?

Einerseits zeigt die Studie, dass eine Steigerung der Belastbarkeit der Führungskräfte festzustellen war, und dass sich die Fähigkeiten der Zusammenarbeit und der Führung in schwierigen Situationen verbesserten.

Andererseits ist die positive Entwicklung dieser Fähigkeiten davon abhängig, wie intensiv die Führungskraft das Achtsamkeitstraining im Rahmen der Führungskräfteentwicklung anwendet. Man kann durch die Teilnahme an wenigen Seminaren zwar bestimmte Techniken lernen, um die Belastbarkeit zu steigern, doch für nachhaltige Auswirkungen auf die Fähigkeiten ist die regelmäßige Praxis notwendig. So erzielten die Teilnehmer, die täglich mindestens zehn Minuten übten, bessere Ergebnisse als die übrigen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse entwickelten Reitz und Chaskalson eine Theorie des Mindful Leadership, in der die Wichtigkeit der regelmäßigen Praxis betont wird.

Einige der Auswirkungen auf die Führungskräfte waren kennzeichnend. Speziell drei Fähigkeiten entwickelten sich im Laufe dieser Führungskräfteentwicklung positiv:

Metakognition – ist die Fähigkeit über die eigenen Denkvorgänge nachzudenken und von außen zu beobachten, was man denkt und fühlt. Sie bewirkt, dass wir bestimmte Denkprozesse besser steuern und planen können.

Zulassen – ist die Fähigkeit, Sachverhalte so zu nehmen, wie sie sind. Wenn wir die eigene Erfahrung zurücknehmen und offen auf neue Situationen zugehen (weder passiv noch zu aufdringlich/offensiv), sind wir eher in der Lage, Dinge vorurteilsfrei zu sehen, so wie sie wirklich sind.

Neugier – ist die Fähigkeit, interessiert unser Innerstes und unsere Umwelt zu beobachten. Sie gibt uns den Impuls, unser Bewusstsein im Hier und Jetzt zu halten.

Die Ausbildung oben genannter Fähigkeiten im Rahmen der oben beschriebenen Führungskräfteentwicklung wirkten sich auch auf die Aspekte wie Empathie, Gefühlsregulierung und leichtere Konzentration auf bevorstehende Aufgaben aus.

Also kann eine Führungskräfteentwicklung im Rahmen eines Achtsamkeitstraining in der Tat Führungsqualitäten wie Belastbarkeit, Zusammenarbeit und Führung in komplexen Situationen positiv beeinflussen. Voraussetzung hierfür ist – wie schon erwähnt – die regelmäßige Praxis.

Nur 10 Minuten regelmäßiges tägliches Achtsamkeitstraining kann eine bedeutende und nützliche Veränderung bewirken.

Dieser Artikel ist inspiriert von einem Beitrag in der Harvard Business Review und einem Artikel auf www.mindful.org von Megan Reitz and Michael Chaskalson.

 

Zert. Trainer für Mindfulness in Organisationen (MIO): 1. Durchgang abgeschlossen

20. Januar 2017

Der erste Jahrgang des Lehrgangs unter der Leitung von Esther und Johannes Narbeshuber ist am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Hinter uns liegt ein Jahr mit  tiefem Austausch, viel Praxis und verbindenden gemeinsamen Erfahrungen, wie das Jeffersonian Dinner mit Prof. Dr Dan Siegel von der UCLA , ein unvergessliches Retreat auf Gut Osterloh bei Maria Kluge, fundierte Einblicke in die Neurowissenschaften mit Dr. Britta Hölzel und die praxisorientierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Vermittlungsansätzen, etwa von Google’s „Search Inside Yourself“, MBSR oder dem „Salzburger Achtsamkeitsmodell“ in der Mitarbeiterführung von Trigon und MLI. Die Senior-Stufe beginnt bereits im Mai und beinhaltet ein einwöchiges Retreat mit Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn. Ein Quereinstieg ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich: mehr

Der nächste Durchgang der Basis-Stufe beginnt im Juni. 2017 beinhaltet er einen Bonus-Vortrag mit DDr. Gerald Hüther: mehr

Teilnehmerstimmen mehr

Meditation im Dialog:  Forschungsergebnisse Max-Planck-Institut

04. Januar 2017

Jeder Mensch braucht soziale Kontakte, um sowohl physisch als auch psychisch gesund leben zu können, denn dauerhafte Einsamkeit ist eine große Belastung und kann sich in vielerlei Hinsicht negativ auf das körperliche und geistige Befinden auswirken.

Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften zeigt, wie das Gefühl der Einsamkeit verringert werden kann: In der kontemplativen Dyade finden zwei Menschen mit Hilfe der täglichen Meditation zueinander. In einem intensiven meditativen Dialog, der unmittelbar oder über eine Smartphone-App stattfindet, wird durch den Austausch von Gedanken und Gefühlen eine Verbundenheit geschaffen.

“Wir wollten herausfinden, ob diese von uns entwickelte neue Form der täglichen kontemplativen Dyade dazu beitragen kann, die soziale Verbundenheit zwischen Menschen zu stärken, selbst wenn diese sich vorher nicht kennen”, so Tania Singer, Studienleiterin des ReSource Projekts. In einer neunmonatigen Studie erforscht sie, wie diese Form mentalen Trainings Probanden in sozialen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten fördern kann bzw. inwieweit sich die regelmäßigen intensiven Achtsamkeitsmeditationen positiv auf Gesundheit, Körper und Gehirn auswirken.

Über sechs Wochen tauschen sich zwei Personen an fünf Tagen wöchentlich 10 Minuten lang aus. Während zunächst die eine Person von einem unangenehmen Erlebnis und dessen Auswirkung auf ihr körperliches Befinden berichtet, anschließend von einem erfreulichen, hört die andere Person aufmerksam und neutral zu, ohne das Erzählte verbal oder nonverbal zu bewerten. Das Gleiche passiert dann mit vertauschten Rollen. Beide Personen entwickeln im Verlauf des Trainings Empathie füreinander.

Es zeigte sich tatsächlich, dass nach jeder Sitzung, in der das intensive mentale Training bzw. Achtsamkeitsmeditation durchgeführt wurde, eine positive Entwicklung der emotionalen Verbundenheit der Teilnehmer zueinander zu verzeichnen war und dies trotz Wechsel der Dialogpartner und selbst wenn die Dialoge „nur“ über die Smartphone-App durchgeführt wurden.

Die Schlussfolgerung der Neurowissenschaftler war somit, dass die Teilnehmer durch diese Form der Achtsamkeitsmeditation lernen können, sich generell auch außerhalb der Studie Menschen gegenüber empathisch zu verhalten. “Aus früheren Studien wissen wir, dass die persönlich wahrgenommene Verbundenheit zu den eigenen Mitmenschen wiederum dazu beiträgt, dass Menschen ein längeres, gesünderes und vor allem glücklicheres Leben führen“, so Tania Singer.

http://www.cbs.mpg.de/pressemeldung/meditation-gegen-Einsamkeit

Áchtsamkeitsmeditation nach Jon Kabat-Zinn

Stress in der Amygdala kann zu Herzerkrankungen führen

14. Dezember 2016

Neue Studien, erschienen in The Lancet, belegen, dass chronischer Stress und mangelnde Stressbewältigung sich negativ auf Körper, Geist und Gehirn auswirkt und die Ursache für Herzerkrankungen sein kann.

Wird die Amygdala – der Teil des Gehirns, der verantwortlich ist für die Wiedererkennung und Analyse von Situationen und Gefahren und so z.B. unsere Furcht oder unsere Aggressionen steuert – übermäßig durch Stress beeinflusst (mangelnde Stressbewältigung), kann es zu Depressionen, Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen kommen. In einer 4jährigen Studie wurde nun auch belegt, dass eine gesteigerte Aktivität der Amygdala vermehrte arterielle Entzündungen, erhöhte Knochenmarksaktivität und ein zunehmendes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zur Folge hat.

Mehr: http://www.mindful.org/stress-impacts-the-brain-increasing-risk-for-heart-disease/

Mit Empathie gegen Stress

03. November 2016

Der Psychologe Arthur P. Ciaramicoli will zeigen, wie durch Empathie-Training Stress, z.B. in der Mitarbeiterführung abgebaut werden kann. Dabei muss Stress nicht zwangsläufig negativ sein. Er kann sich auch positiv auswirken und uns motivieren, Dinge anzutreiben oder andere zu unterstützen, wenn er in die richtigen Bahnen gelenkt wird und vor allem, wenn es dazwischen immer wieder entspannte Phasen gibt. Leider gelingt das nicht Jeder und Jedem und häufig hat uns der Stress im Griff statt andersherum.

Ciaramicoli gibt in seinem Buch „The Stress Solution“ Tipps, wie man lernen kann, richtig mit dem Stress umzugehen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass wir aufmerksam mit uns selbst umgehen: Das fängt bei ausreichendem Schlaf an, geht über viel Bewegung hin zur gesunden Ernährung. Doch auch die Frage nach der Einstellung, mit der wir unseren Beruf ausüben bzw. wie wir unsere privaten Aktivitäten gestalten, sollten wir genau prüfen. Hat die Arbeit einen Sinn und Zweck, gibt sie uns etwas?

Eine weitere wichtige Dimension ist Empathie: Gehen wir empathisch mit unseren Mitmenschen und zum Beispiel auch in der Mitarbeiterführung um und pflegen wir so positive Beziehungen? Warum ist Empathie so wichtig?

Empathisches Verhalten verschafft uns einen vertrauten und gemeinschaftlichen Zugang zu unseren Mitmenschen. Zwischenmenschliche Beziehungen werden gefestigt auf einer Basis von Vertrauen und Einigkeit und Konflikte werden reduziert, was zu einer besseren Stressbewältigung führt.

Verantwortlich hierfür ist der Neurotransmitter Oxytocin, der aktiviert wird, sobald wir empathisch handeln oder behandelt werden. Er beeinflusst nicht nur das Verhalten zwischen Paaren, sondern ganz allgemein soziale Interaktionen.

Empathie kann man trainieren:

  • Beobachten Sie die Körpersprache Ihres Gesprächspartners und reagieren Sie auf ihn: Du siehst angespannt aus? Kann ich dir irgendwie helfen?
  • Stellen Sie offene interessierte Fragen, die Ihren Gesprächspartner nicht einengen: Wie war dein Tag im Büro? statt vorwurfsvoll: Warum bist du so spät?
  • Sollten Sie selbst aufgebracht sein, atmen Sie tief durch und versuchen Sie ruhig zu bleiben. Das kann bewirken, dass sich auch Ihr Gesprächspartner beruhigt und somit auch die Gesamtsituation sich entspannt.
  • Urteilen Sie nicht vorschnell über Ihren Gesprächspartner und legen ihn damit fest, sondern respektieren Sie ihn als Mensch, der sich auch verändert. Seien Sie wertfrei und offen, dann kann sich ein Dialog in entspannter Atmosphäre entwickeln.
  • Das Lernen der Kommunikation mit Empathie führt zu einem stressfreieren Umgang mit Ihren Mitmenschen. Wenn es uns gelingt, intensiver und verständnisvoller zuzuhören, können wir viel positivere und glücklichere Beziehungen aufbauen, z.b. auch in der Mitarbeiterführung.

Überleben durch Compassion

08. Oktober 2016

Mitgefühl befähigt den Menschen, sich in die Lage eines anderen zu versetzen, mit ihm das Gleiche zu fühlen und ihm schließlich helfen zu wollen. Dies führt zu einer besseren Stressbewältigung. Der Mensch war in seiner Evolution schon immer als abhängiges und gefährdetes Wesen auf das Mitgefühl und die Sympathie anderer Menschen angewiesen: ein Urinstinkt der Menschheit. Ohne Mitgefühl könnten wir nicht überleben. Diese Fähigkeit, Mitgefühl und Empathie zu zeigen, ist jedoch nicht bei jedem gleichermaßen ausgeprägt, doch man kann sie mit folgenden Tipps (auch zur Stressbewältigung) trainieren.

  • Blick hinter die Fassade – Gehen Sie auf jemanden zu, auch wenn Sie ihn zunächst nicht mögen, weil er Ihnen unangenehm ist. Versuchen Sie zu erkennen, ob es Gründe für sein Verhalten gibt. Sie verstehen ihn dann besser und gewinnen Zugang zu ihm, können vielleicht sogar helfen.
  • Seien Sie freundlich – Freundlichkeit und Lachen sind ansteckend. Eine Studie von 2010 hat ergeben, dass wir selbst großzügiger werden, wenn jemand zuvor uns gegenüber großzügig war. Das Gleiche gilt für das Zeigen von Mitgefühl.
  • Eine gute Tat am Tag – Schauen Sie, ob in Ihrem Umfeld jemand Hilfe benötigt. Es kann eine große Geste sein, wie z.B. eine Mahlzeit für einen Hilfebedürftigen zu kochen oder einfach nur eine kurze Nachricht an jemanden, dass er weiß, Sie sind für ihn da.
  • Zeigen Sie Verständnis – Unsere Abneigung gegenüber anderen Menschen rührt oftmals von mangelndem Verständnis. Wenn man sich bemüht, eine Person wirklich zu verstehen, dann zeigt man Mitgefühl und kann eine Beziehung zu ihr aufbauen. Das entschuldigt zwar nicht ihr schlechtes Benehmen, doch man erkennt, dass man Dinge nicht zu persönlich nehmen muss.
  • Dankbarkeit „wieder“ spüren – Erinnern sie sich an Situationen, in denen Sie für etwas dankbar waren: Jemand hat Ihnen zu einem Job verholfen, Ihnen ein Kompliment gemacht, was Nettes gesagt oder Ihnen überraschend ein Geschenk gemacht. Versuchen Sie, dieses Gefühl der Dankbarkeit in sich „wiederzubeleben“, indem Sie an diese Situationen zurückdenken und das positive Gefühl erneut spüren.
  • Stehen Sie zu Ihrer Unvollkommenheit – Wir setzen uns oftmals mit der Einstellung unter Druck, immer perfekt sein zu wollen. Im schlimmsten Fall kann das zu Angst vor Versagen und Depressionen führen. Wenn Ihnen ein Fehler unterlaufen sollte, akzeptieren Sie ihn, indem Sie die Arme heben und laut „Hurra“ rufen. So trainieren sie Ihr Gehirn, auch Fehler anzunehmen, sie daraufhin besser loslassen zu können, um mit neuer Energie wieder etwas Neues zu beginnen

Wenn man die Menschen fragt, was ihnen im Leben am wichtigsten ist, dann sagen sie oft „Frieden“, „Mitgefühl“ oder „Beziehungen“. Nur müssen wir diese Worte auch in Taten umsetzen, damit sie real werden. Wenn für Sie „Mitgefühl“ ein wichtiger Wert ist, was würde das für Ihr tägliches Leben bedeuten? Schreiben Sie das Wort „Mitgefühl“ auf ein Blatt und erstellen eine Liste von guten Taten, ob kleine oder große, die Sie gleich heute noch beginnen können.

Auf diese Weise folgen wir Ghandis Worten: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“

Führungskräfteentwicklung – Coaching und Mindfulness in der Mitarbeiterführung

20. September 2016

Wache und präsente Coaches können ihre Coachees in vieler Hinsicht besser unterstützen.

Immer mehr Unternehmen setzen Achtsam­keits-Instrumente, Achtsamkeitstraining und Achtsamkeitsübungen in der Mitarbeiterführung, der Personalführung und Füh­rungskräfteentwicklung ein. Auch in der For­schung boomt das Thema: Während es vor wenigen Jahren nur einige Studien dazu gab, sind es heute über dreitausend wissenschaft­liche Publikationen, viele von renommierten Universitäten wie Harvard, Standford oder dem MIT.

Dabei geht es nach Jon Kabat-Zinn (MIT/UMass Medical School), einem der Pioniere in diesem Bereich, um »eine bestimmte Form der Auf­merksamkeit: bewusst im gegenwärtigen Au­genblick und nicht urteilend.«

Beim ÖBAM, dem österreichischen Bundes­verband für Achtsamkeit/Mindfulness ist von einem Wechsel vom »Tun« zum »Sein« die Rede. Mit meditativen und mentalen Techniken, Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen in der Mitarbeiterführung kann man das Ganze trainieren (Führungskräfteentwicklung). mehr

Was ist Mindful Leadership ?

03. November 2016

Die meisten von uns sind gleich nach dem Aufstehen mit einem Strom von Ablenkungen konfrontiert: Anrufe, E-Mails, Anfragen, Nachrichten usw. Vieles in unserer Welt führt uns weg von Konzentration und Aufmerksamkeit. Ständige Ablenkung, Multitasking lassen unseren Geist unstet werden, die Aufmerksamkeitsspannen verkürzen sich, Selbstmanagement wird schwieriger. Dieses Phänomen verursacht Stress. In Österreich geht das Gesundheitsministerium von 3,3 Milliarden Euro Verlust pro Jahr aus, die vor allem durch Stress verursacht werden. In Deutschland zeigt der Stress-Report der Bundesregierung, dass zunehmender Arbeitsstress die Gesellschaft jährlich rund 10 Milliarden kostet. Und besonders in den Führungsetagen gehört „Stress haben“ vielfach zum Lifestyle.

Wie kann ich jedoch als Führungskraft angesichts dieser Realität konzentrierte, durchdachte und zukunftsorientierte Entscheidungen treffen?

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Übung zur Metta-Meditation

10. Oktober 2017

Vor Ihrem nächsten stressigen Gespräch nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit, um sich innerlich auf diese Begegnung vorzubereiten.

Suchen Sie sich einen angenehmen Platz zum Sitzen oder Stehen. Sie können die Augen schließen. Wenn Ihre Gedanken abschweifen, führen Sie sie behutsam wieder zur Atmung. Ein leichtes Lächeln unterstützt den ganzen Vorgang

Starten Sie die Metta-Meditation, indem Sie sich auf sich selbst fokussieren. Nur wenn Sie sich selbst fühlen, mit sich Mitgefühl haben, können Sie es auch für anderen empfinden.

Während der Atmungs-Übung sagen Sie sich folgende Sätze:

  • möge ich sicher sein
  • möge ich glücklich sein
  • möge ich gesund sein

Denken Sie bei der Atmung an positive Dinge und richten Sie diese positiven Gedanken an sich selbst. Denken Sie – eventuell mit einem Lächeln – an jemanden, der sich intensiv um Sie gekümmert hat, ein Freund oder eine nahestehende Person. Mit diesen Gedanken auf diese Person gerichtet, atmen Sie weiter und wiederholen Sie die Sätze:

  • mögest du sicher sein
  • mögest du glücklich sein
  • mögest du gesund sein

Als nächstes denken Sie an jemanden, mit dem Sie Negatives verbinden. Machen Sie sich ein Bild von ihm und spüren sie, was es in Ihnen auslöst. Sollten unangenehme Gedanken und Emotionen aufkommen, dann wiederholen Sie folgende Sätze:

  • Du hast Hoffnungen und Träume, genau wie ich.
  • Du hast Leid erlebt, genau wie ich.
  • Du willst glücklich sein, genau wie ich.

Beenden Sie die Meditation und wiederholen Sie sie in regelmäßigen Abständen.

Zert.Trainer für Mindfulness in Organisationen (MIO): 1. Durchgang abgeschlossen

Der erste Jahrgang des Lehrgangs unter der Leitung von Esther und Johannes Narbeshuber ist am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Hinter uns liegt ein Jahr mit tiefem Austausch, viel Praxis und verbindenden gemeinsamen Erfahrungen, wie das Jeffersonian Dinner mit Prof. Dr Dan Siegel von der UCLA , ein unvergessliches Retreat auf Gut Osterloh bei Maria Kluge, fundierte Einblicke in die Neurowissenschaften mit Dr. Britta Hölzel und die praxisorientierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Vermittlungsansätzen, etwa von Google’s „Search Inside Yourself“, MBSR oder dem „Salzburger Achtsamkeitsmodell“ von Trigon und MLI.

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Übung zur Metta-Meditation

Vor Ihrem nächsten stressigen Gespräch nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit, um sich innerlich auf diese Begegnung vorzubereiten.

Suchen Sie sich einen angenehmen Platz zum Sitzen oder Stehen. Sie können die Augen schließen. Wenn Ihre Gedanken abschweifen, führen Sie sie behutsam wieder zur Atmung. Ein leichtes Lächeln unterstützt den ganzen Vorgang

Starten Sie die Metta-Meditation, indem Sie sich auf sich selbst fokussieren. Nur wenn Sie sich selbst fühlen, mit sich Mitgefühl haben, können Sie es auch für anderen empfinden.

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