Wer kennt das nicht? Ein ungutes Gefühl dem Kollegen bzw. Führungskräften gegenüber. Man fühlt sich nicht verstanden, denkt, ungerecht behandelt zu werden und kann nicht wirklich mit dem Gegenüber kommunizieren. Dieses Gefühl kann sich so festsetzen, dass es die eigene Arbeitsleistung beeinträchtigt und zu Stress führt.

Nicht immer verläuft ein wohl überlegtes Gespräch mit der Führungskraft, dem Kollegen oder Mitarbeiter so, wie man es sich vorgestellt hat, und das Ergebnis ist eher frustrierend als förderlich.

Anne, die für ein größeres Projekt zuständig ist, ging es so. Sie bereitete sich gründlich auf ein Gespräch mit ihrer Vorgesetzten vor, um ihren Wunsch nach zwei Tagen Home-Office am Nachmittag vorzubringen. Bei ihrer Argumentation versuchte sie, sowohl ihre eigenen als auch die Bedürfnisse des Arbeitgebers zu berücksichtigen. Trotzdem verlief das Gespräch frustrierend.

Einfach diskutieren reicht nicht – man muss sich auf sein Gegenüber einlassen

Der Argumentationsaufbau im Vorfeld eines solchen Gesprächs kann noch so gut sein, es reicht nicht, wenn man sich nicht auch emotional auf seinen Gesprächspartner einstellt. Kommunikation funktioniert nicht nur auf der verbalen inhaltlichen Ebene, die Beziehungsebene ist ebenso eine Grundvoraussetzung für ein konstruktives Gespräch. Die „Gesprächs-Atmosphäre“ begleitet jede Unterhaltung und kann ebenso wie die Argumente durch Meditation vorbereitet werden.

Emotionale Flexibilität kann man aufbauen.

Zunächst machen Sie sich darüber Gedanken, wie Sie selber denken und mit ihren Mitmenschen umgehen, speziell mit denen, die Ihnen nicht so liegen oder die Ihnen unangenehm sind. Als nächstes versuchen Sie, sich in ihre Lage zu versetzen und Interesse und Mitgefühl für sie aufzubauen. Welche Erfahrungen haben sie gemacht, welche Auswirkungen könnte das auf ihr Verhalten haben?

Hilfreich für den Aufbau der emotionalen Flexibilität ist die Metta-Meditation (Metta – Freundschaft, Freundlichkeit). Hierbei geht es darum, zunächst einmal eine positive Haltung zu sich selbst zu erlangen, die man schließlich an andere Personen richtet und somit zu ihnen eine gute Beziehung aufbaut.

Metta-Meditation bei der Arbeit nutzen

Oftmals schränkt unser einseitiges Bild einer Person unsere Wahrnehmung derart ein, dass wir sie auf jemanden reduzieren, der sie in Wirklichkeit gar nicht ist. Wir sehen nicht die ganze, vollständige Person und arbeiten so gesehen auch nur mit der eingeschränkten Person bzw. mit dem verzerrten Bild des eigentlichen Menschen. Durch die Meditation, durch das Erlangen von Bewusstsein und Mitgefühl, geben wir unserer Einstellung ein breiteres Spektrum und somit uns und auch der Person die Gelegenheit, als Ganzes wahrgenommen zu werden. Eventuell finden sich sogar Gemeinsamkeiten und letztlich ist die Zusammenarbeit einfacher als zuvor.

Dies scheint einem beim Lesen ganz klar zu sein, doch wichtig ist es, es nicht nur verstanden zu haben, sondern es auch regelmäßig in der Praxis zu üben, um es erfolgreich umsetzen zu können.

Dieser Artikel ist in Anlehnung an einen Artikel von Monique Valcour entstanden, der in der Harvard Business Review erschienen ist.

Die Übung dazu finden Sie im Blogeintrag vom Oktober 2016

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