Forscher der UCLA haben herausgefunden, dass die Gehirne von Meditierenden mit Mitte 50 etwa 7,5 Jahre jünger sind, als die von Nicht-Meditierenden.

Es ist schon lange bekannt, dass im Alter auch die Größe des Gehirns durch Verlust der grauen Hirnsubstanz schrumpft, ein Vorgang, der u.a. das Gedächtnis und die Gefühlsregulierung beeinträchtigt.

Eine Studie der UCLA School of Medicine`s Department of Neurology zeigt, dass Langzeit-Meditierende jüngere Gehirne habe, also durch Meditation der Alterungsprozess des Gehirns gebremst werden kann.

Basierend auf Daten einer früheren Studie wurde nun in der neuen Studie untersucht, ob die Zusammensetzung des Hirns eines 50jährigen, der meditiert, eine andere ist, als die eines Nicht-Meditierenden.

Es wurden Hirnbilder von 50 Meditierenden bzw. 50 Nicht-Meditierenden, jeweils 22 Frauen und 28 Männer, zwischen 24 und 77 Jahren verglichen, wobei die Meditierenden im Schnitt etwa 20 Jahre Erfahrung in der Meditation hatten.

Hält Achtsamkeitsmeditation das Gehirn jung?

Man hat den Hirnalterungs-Index beider Gruppen verglichen und herausgefunden, dass die Gehirne der Langzeit-Meditierenden mit 50 im Schnitt 7,5 Jahre jünger waren und je älter der Teilnehmer, desto entsprechend jünger war das Gehirn.

Die Studie zeigt, dass es einen Unterschied in den Hirnstrukturen zwischen Meditierenden und Nicht-Meditierenden gibt. Sie beantwortet nicht die Frage, wie lange man meditiert haben muss, um den Effekt der Verjüngung des Hirns zu erreichen, oder ob die Änderung der Hirnstruktur in Zusammenhang steht mit kognitiven oder psychosozialen Verhaltensweisen.

Was passiert mit unserem Gehirn, wenn wir meditieren?

Die Gehirne der Meditierenden unterscheiden sich maßgeblich von denen der Nicht-Meditierenden. Ein Grund dafür ist die Fokussierung der Aufmerksamkeit und die damit verbundene Konzentration. Dies kann eine Zunahme und bessere Vernetzung der neuronalen Strukturen bewirken. Ein weiterer Grund könnte sein, dass durch die Achtsamkeitsmeditation Gehirn und Nervensystem entlastet und vor chronischem Stress geschützt werden, also zu einer besseren Stressbewältigung führen kann. Als Folge hiervon können Reduzierung der proinflammatorischen Reaktion, erhöhte Telomeraseaktivität (schützt die Zellstrukturen) und Verringerung altersbedingter Hirnalterung eintreten.

Die Forschung nach Gründen und Wirkungsweise der Meditation und die damit verbundenen verbesserten Stressbewältigung und der  Reduzierung des Alterungsprozesses des Gehirns ist noch lange nicht am Ende. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen jedoch, welche Möglichkeiten die Meditation oder das Achtsamkeitstraining und Achtsamkeitsmeditation bieten, die Belastbarkeit zu steigern und die Gesundheit des Hirns zu fördern.

Inspiriert vom Artikel von Grace Bullock PhD | auf www.mindful.org

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