Corona mental überstehen – Spread love, not disease! 

So könnte man die Idee hinter der von Nipun Mehta ins Leben gerufenen KarunaVirus- Bewegung zusammenfassen, die dabei helfen kann Corona mental zu überstehen. „Karuna“ klingt zwar wie Corona, doch verkörpert genau die Antithese zu diesem Virus, der so unbarmherzig die Welt im Würgegriff hat, und bei vielen für Ängste, wirtschaftliche Nöte und Verzweiflung sorgt. „Karuna“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Mitgefühl. Und genau dies, das kollektive Mitgefühl, die Hoffnung soll gestärkt werden durch kleine Geschichten über Gesten der Menschlichkeit, Gesten menschlicher Wärme und Solidarität, Gesten couragierter Freundlichkeit – „acts of courageous kindness“ wie Nipun Mehta sie nennt.

Giftivism

Nipun Mehta, ehemaliger Berater von Ex-US-Präsident Barack Obama, Gründer der Non-Profit Organisation ServiceSpace und Ehrenmitglied der Verbände für Achtsamkeit, hat die Praktik „Giftivism“ (ein Kunstwort aus Gift und Activism) begründet. „Giftivism“, das sind radikal großzügige Taten, um die Welt zu verändern. Nipun Mehtas Perspektive ist, dass jede kleine Geste der Zuwendung und der Menschlichkeit ein Akt gelebter Achtsamkeit ist, der uns hilft, unsere eigene Angst zu überwinden und zum Bewusstsein beizutragen, dass wir alle miteinander verbunden sind. Beim Achtsamkeitsforum im Januar dieses Jahres in Salzburg war auch unser Ehrenmitglied Nipun Mehta dabei. Viele unserer Mitglieder und Coaches haben daher sein großes Herz und seine „acts of kindness“ schon erlebt.

Projekt KarunaVirus

In die gleiche Richtung geht Nipun Mehta nun auch mit dem Projekt KarunaVirus. Seiner Meinung nach sind das, was von der Coronakrise am Ende übrigbleibt, genau diese kleinen Gesten der Menschlichkeit. Durch das Sammeln der Geschichten an einem virtuellen Ort, sollen sie den Menschen ins Bewusstsein gerufen werden und dadurch neue Möglichkeiten für die Zeit nach Corona mit sich bringen, also zu einer Umdeutung (cognitive reframing) führen. Nipun Mehta betont jedoch auch, dass er nicht will, dass man seine Augen vor dem durch das Coronavirus ausgelöste Leid und der Trauer verschließt, die Geschichten sollen vielmehr dabei helfen den Herausforderungen der Coronakrise mit ungewöhnlicher Anmut begegnen zu können

Acts of courageous kindness – Positiv denken in der Corona Zeit mit Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität

Die wirklich herzergreifenden Geschichten, helfen dabei in der Coronakrise positiv zu denken. Sie reichen von einem 98-jährigen Arzt in Frankreich, der aufgrund des Ärztemangels während der Krise in einem Altersheim die Bewohner versorgt. Über Küchenchefs mit Michelin Sternen in Belgien, die Essen an Obdachlose verteilen, Essenskörbe, die in Neapel von Balkonen, aus Fenstern für Obdachlose gehängt wurden hin zum „Couch Choir“, ein virtueller Chor, in dem tausende Menschen aus zahlreichen Ländern weltweit auf musikalische Art und Weise mit Songs wie „Close To You“ von den Carpenters oder David Bowies „Hero“ Zusammenhalt, Solidarität und Mitgefühl und ihren Dank für alle Helfer ausdrücken.

Schöpfen auch Sie beim Lesen der wundervollen Geschichten wieder Hoffnung lassen Sie sich selbst zu acts of courageous kindness inspirieren. Vielleicht können Sie ja sogar schon selbst mit Ihren eigenen kleinen Gesten der Menschlichkeit zur Seite beitragen. Weitere Geschichten gibt es hier zum Nachlesen: https://www.karunavirus.org/

Wir haben uns diese Geschichten zum Vorbild genommen und auch eine kleine Initiative für mehr Zusammenhalt und Solidaität in Zeiten von Corona ins Leben gerufen: https://www.story.one/de/wettbewerbe/gestendermenschlichkeit/