Zwei Teams, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. In Team A ziehen alle Mitglieder an einem Strang. Sie sind fokussiert. Es gelingt ihnen, einzelne Mitglieder wieder einzufangen, wenn diese thematisch abdriften. Ohne dass diese beleidigt reagieren. Denn sie verstehen sich als Team. Und sie verstehen zwischen Sach- und Beziehungsebene zu trennen. Dadurch kann offen kommuniziert und wertschätzend diskutiert werden. Alle Ideen und Optionen werden besprochen, die besten ausgewählt. Ohne dass sich jemand übergangen fühlt.

In Team B stehen einzelne Mitglieder in Konflikt zu einander. Sie lehnen den jeweils anderen persönlich ab, worunter die Produktivität leidet. Denn es werden von vornherein die jeweils eingebrachten Ideen abgelehnt, egal ob diese gut oder schlecht sind. Und nicht nur das. Sie werden besonders kritisch beurteilt. Die persönlichen Feindseligkeiten drücken sich in scharfen Beurteilungen aus. Selbstdarstellung geht auf Kosten von Produktivität.

Was Team A von Team B unterscheidet? Hier wird Team-Achtsamkeit gelebt. Das ermöglicht Meisterleistungen.

Achtsamer, zufriedener, produktiver

Achtsamkeit ist mittlerweile nicht mehr nur in aller Munde. Große Konzern wie Google, Aetna, LinkedIn und Ford tun viel dafür, diese besondere Form der Aufmerksamkeit bei ihren Mitarbeitern zu stärken. Weil sie wissen, dass sie dadurch fokussierter auf ihre Arbeit, offener für alternative Problemlösungen und resistenter für Meinungsverschiedenheiten sind.

Wobei die Team-Achtsamkeit sich von der individuellen Achtsamkeit unterscheidet. Denn es geht nicht um das Erleben des Einzelnen. Es geht um die Qualität des Miteinander, die ein Team kultiviert. Die Gruppe wird als eine Einheit betrachtet. Sie teilt das Bewusstsein für die gemachten Erfahrungen. Ideen werden nicht sofort als richtig oder falsch klassifiziert. Und eben das macht achtsame Teams zufriedener und damit leistungsfähiger. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine von Lingtao Yu (Sauders Business School / Britisch Columbia University) und Mary Zellmer-Bruhn (Carlson School of Management / Minnesota University) erstmals durchgeführte Studie.

Im Sport ist dieser Ansatz nicht ganz neu. Schon in den 80er Jahren schwor Chicago Bulls-Trainer Phil Jackson sein Team auf Achtsamkeit ein. Anfangs musste er bei den 2-Meter-Hünen einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Spätestens nach dem sechsten NBA-Titel waren die Spieler rund um Basketball-Legende Michael Jordan überzeugt, dass Team-Achtsamkeit sie unschlagbar macht.

Wie Team-Achtsamkeit in Unternehmen einzieht

Das Mindful Leadership Institut (MLI) Salzburg unterstützt Unternehmen dabei, Teamachtsamkeit zu implementieren. Der große Vorteil? Nachdem es nicht um die individuelle Achtsamkeit geht, muss auch nicht jedes einzelne Teammitglied in Achtsamkeit trainiert werden. Teams werden produktiver, auch wenn nur einzelne Mitglieder und die Teamleitung geschult sind. Indem sie Achtsamkeit bewusst vorleben, beeinflussen sie automatisch Stimmung und Erleben in der Gruppe.

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